September 24, 2021

Wenn das Salz kraftlos wird, womit soll man es salzen? Offener Brief an den Pfarrer der Schwetzinger evangelischen Stadtkirche

Sehr geehrter Herr Pfarrer Groß,

zufällig wurde ich am Samstag Zeuge einer kleinen Demonstration von besorgten Schwetzinger Bürgern, auch mit Kindern, weil sie aufmerksam machen wollen auf die Probleme, die Eltern mit Kindern durch die Lockdown-Politik unserer Regierung haben, auf die Gefahr einer drohenden Diktatur und auf die Risiken der dramatischen Nebenwirkungen, die die staatlich verordneten Covid-Impfungen nicht nur, aber auch für Kinder haben. Zu meinem Entsetzen stellte ich fest, dass mehrere Pfarrer und, wie ich auf Nachfrage erfuhr, mindestens eine Religionslehrerin sich vor der Kirche zu einer Art Gegendemonstration versammelten, mit einem Plakat „Impfen ist Nächstenliebe“.

Wissen Sie als verantwortlicher Pfarrer eigentlich, wie verantwortungslos Sie mit dem Schicksal von Menschen spielen? Sind Ihnen etwa die massiven Nebenwirkungen der Covid-Impfungen nicht bekannt – in Deutschland bereits über 500 dokumentierte Tote infolge der Impfung, mit einer vermutlichen Dunkelziffer von einem Faktor 10, und über 2500, die nachweislich nach der Impfung an Covid-19 verstarben (http://covid.joachimdengler.de/?p=1123).  

Schwetzigen, 15.5.2021

Wie kommen Sie als medizinische Laien dazu, die Bürger zum Impfen aufzufordern, ohne dass Sie wissen, welche Konsequenzen das kurz-, mittel- oder gar langfristig hat (niemand weiß – per Definition — auch nur das Geringste über die langfristigen Auswirkungen!). Um Ihre Unwissenheit zu verschleiern, verleihen Sie dieser Aufforderung mit christlichen Attributen Nachdruck.
Wo steht es denn geschrieben, dass Impfen Nächstenliebe ist??? Woher nehmen Sie die Sicherheit, dass dieses weltweite Menschenexperiment gut ausgeht? Oder haben Sie einfach nur Angst anzuecken? Haben wir nicht einschlägige Erfahrungen mit unfreiwilligen Menschenexperimenten? Bereits jetzt gibt es Klagen wegen Verbrechen an der Menschheit, weil die „experimentellen“ Impfstoffe den Nürnberger Codex und Artikel 32 der Genfer Konvention schwerwiegend verletzen (https://sorendreier.com/1000-lawyers-and-10000-doctors-have-filed-a-lawsuit-for-violations-of-the-nuremberg-code/).

In meiner Bibel finde ich eine andere Botschaft. Jesus klagt in Matth. 15,1-20 die Pharisäer an, dass sie blinde Blindenführer sind.  Ja, Sie lesen richtig – bereits Jesus hatte Probleme mit den Hygieneregeln, die eine geistliche Obrigkeit den Menschen aufgebürdet hat – und er findet klare Worte dazu. Insbesondere macht er in Vers 18-20 klar, was die zentrale Sorge der Kirche sein soll – die Transformation des menschlichen Herzens. Paulus drückt sich in Römer 12,2 ähnlich aus „Be ye not conformed, but transformed by the renewing of your mind“ (King James).   

Es ist für mich als Christ unerträglich, wenn sich eine Kirchengemeinde in blindem Konformismus vor den Karren einer höchst fraglichen politischen Agenda spannen lässt, eine Agenda, die uns allen durch unverhältnismäßige Lockdowns und andere sachlich nicht zu rechtfertigende Zwangsmaßnahmen schon so lange Zeit unsere verfassungmäßig garantierten Grundrechte raubt, dem Zusammenleben die Würde nimmt, indem man z.B. Alte in Einsamkeit sterben lässt und Familien auseinanderreißt, Kleinbetriebe und damit menschliche Existenzen mutwillig zerstört. Wo ist da Ihr Aufschrei nach Nächstenliebe?

Diese Lockdowns sind vollkommen unverhältnismäßig, der Schaden ist ungleich höher als der Nutzen. Das gilt besonders für die armen Länder, aber auch für Deutschland. Professor Raffelhüschen, ein Rentenexperte, hat ausgerechnet, dass in Deutschland – bei Anerkennung der realen tödlichen Covid-Gefahr — durch die Lockdowns 10 bis 100 mal so viele Lebensjahre vernichtet als gerettet werden (aus Artikel von Prof. Kreiß: https://www.rubikon.news/artikel/gipfel-der-unverhaltnismassigkeit)

Wenn Sie nicht Ihre ganze Glaubwürdigkeit verlieren wollen, fangen Sie an, sich der Wirklichkeit zu stellen. Ein ganz praktischer erster Schritt könnte sein: Statt die demonstrierenden besorgten Bürger auszugrenzen (haben Sie sich eigentlich gefragt, warum wegen 50 friedlichen Demonstranten 11 Einsatzfahrzeuge der Polizei kommen?), laden Sie sie ein und stellen sich ihren Anliegen und ihren möglicherweise unangenehmen Fragen – es sind, soweit ich das beurteilen kann, alles Bürger von Schwetzingen. Womöglich gelingt dann ja in einem gegenseitigen Lernprozess, wo Römer 12,2 hin zielt: „auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist“.

Wenn es Ihnen gelingt, in die durch die Covid-Maßnahmen gespaltenen Beziehungen in Familien, Nachbarschaften und Gemeinde wieder ein Stück Sachlichkeit und Versöhnung statt Hass und Diffamierung zu bringen, wäre das ein Schritt auf diesem Wege. Das können Sie aber nur, wenn Sie sich nicht selbst an der Diffamierung Andersdenkender beteiligen. 

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Joachim Dengler

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