Mai 18, 2024

Zahlen und Fakten zur Übersterblichkeit 2020-2022

Wie läßt sich Übersterblichkeit 2020-2022 erklären?

Um die Frage der Übersterblichkeit der Jahre 2020 bis 2022 zu verstehen, stellen sich diese Fragen:

  • Gibt es einen demographisch bedingten Trend?
  • Wie kann man saisonale Effekte berücksichtigen?
  • Können wir die Effekte von Covid abschätzen und berücksichtigen?

Nach Berücksichtigung all dieser Effekte bleibt die Frage: Gibt es einen Zusammenhang zwischen der mRNA Impfkampagne und der Übersterblichkeit?
Dem Argument vorbeugend, dass ein statistischer Zusammenhang keine Kausalität impliziert, möchte ich zu bedenken geben,
dass wir nicht nach einem kleinen, marginalen Effekt, sondern nach einem überdeutlich sichtbaren „Elefanten im Raum“. Im Hinterkopf haben wir

  • all die anekdotische Evidenz der zahllosen Impfnebenwirkungen,
  • ein weltweites Phänomen der auffälligen Übersterblichkeit
  • die nach und nach sich offenbarende medizinische Evidenz der Impfnebenwirkungen

Gesamtsterblichkeit der Vor-Covid-Jahre

Für einen ersten Überblick betrachten wir die rohen Zahlen der Gesamtsterblichkeit der Vor-Covid Jahre aus einem Datensatz des statistischen Bundesamtes von 2000-2015 und einem Datensatz von 2016 bis zur Gegenwart. Wir stellen fest, dass die Gesamtsterblichkeit in diesem Zeitraum zwischen 2200/Tag und 3800/Tag schwankt. Erkennbar ist ein saisonaler Verlauf mit einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Infektionswelle in den ersten 15 Kalenderwochen und vereinzelten kleineren Spitzen in den Sommermonaten, die sich mit Hitzeperioden erklären lässt.
Um die Jahre 2020-2022 besser zu verstehen, wollen wir, soweit möglich, die Effekte eines „normalen“ Jahres herausrechnen.

Trend der mittleren Mortalität

Wir wissen, dass die Gesamtmortalität für sich genommen wenig aussagekräftig ist. Drei wichtige Effekte müssen berücksichtigt werden:

  1. Gesamtbevölkerungszahl, um eine wohldefinierte Mortalitätszahl zu erhalten,
  2. Demographie, d.h. die Bevölkerung wird im Schnitt älter, und daher die Wahrscheinlichkeit zu sterben, größer,
  3. Medizinischer Fortschritt, d.h. die durchschnittliche Lebenserwartung steigt möglicherweise an.

Da wir einen überschaubar kurzen Zeitabschnitt betrachten, können wir davon ausgehen, dass sich in dieser Zeit diese Effekte, wenn überhaupt, dann linear verändern. Um das zu prüfen, vergleichen wir die übers Jahr gemittelte Gesamtsterblichkeiten:

Tatsächlich läßt sich von 2010 bis 2020 ein linearer ansteigender Trend der Gesamtsterblichkeit von etwa 30/Jahr feststellen. Darin sind alle 3 genannten obigen Effekte enthalten. 

 Im Jahr 2020 ist die Übersterblichkeit  innerhalb des Bandes der zufälligen Abweichungen (95% Konfidenz).

2021 haben wir eine Übersterblichkeit von 130/Tag (95% Intervall: [70,200]), das sind 4,9%.

2022 steigt die Übersterblichkeit auf 200/Tag an (95% Intervall: [130,270]), das sind 7,4%.

Der gleiche Trend – sogar etwas deutlicher – ergibt sich, wenn die altersbereinigten Sterberaten für die Jahre 2013 bis 2022 aufgetragen werden:

Altersbereinigte Mortalitätsraten in Deutschland 2013-2022

Bei den altersbereinigten Sterberaten gibt es einen Negativtrend der Sterberaten von 470 von 100000 im Jahr 2013/2014 bis 465/100000 im Jahr 2019/2020, und einen starken Sprung nach 485..490 von 100000 in den Jahren 2021 und 2022, wiederum etwa 5-6%. Der Kontrast ist deswegen deutlicher, weil die normale Variabilität der altersbereinigten Sterberate sehr viel kleiner ist als die der obigen unbearbeiteten Mortalitätszahlen. Wiederum ist bemerkenswert, dass das „Pandemiejahr“ 2020 nicht aus der normalen Variabilität herausfällt.
Bei dieser Darstellung ist es allerdings nicht möglich zu sagen, welcher Anteil der Übersterblichkeit auf Covid-19 zurückzuführen ist und welcher möglicherweise auf die mRNA-Impfung.

Trendbereinigung und saisonaler Verlauf

Wenn man die mittlere leicht anwachsende Sterblichkeit abzieht, erhält man eine trendbereinigte Über- bzw. Untersterblichkeit mit dem Mittelwert 0. Auffällig ist, dass fast die gesamte Übersterblichkeit in die kältere Jahreshälfte fällt und die Frage aufwirft, ob die Aussicht auf etwas wärmeres Klima nicht eher eine gute Nachricht für unser Land ist?

Mittelt man über die Jahre 2015-2019, erhält man den saisonalen Verlauf der Sterblichkeit (rote Kurve), mit einer Übersterblichkeit von etwa 300 Ende Februar und einer Untersterblichkeit von etwa 200 im August:

Wir werden sehen, dass die Saisonalität in den Jahren 2020-2022 nicht mehr so gut passt. Die beste Annäherung ergibt sich mit der grünen Kurve, die um etwa 8 Wochen verschoben ist.

Trendbereinigte Mortalitätsdaten und saisonbereinigte Übersterblichkeit 2017-2019

Die trendbereinigte Mortalität der Jahre 2017-2019 wird im Vergleich zum mittleren saisonalen Verlauf dargestellt:

Bis auf die Spitzen der Grippewellen 2017 und 2018 sowie der Hitzeperioden 2018 und 2019 wird die Mortalität vom normalen saisonalen Verlauf wiedergegeben.

Wenn der saisonale Verlauf abgezogen ist, verbleibt die saisonbereinigte Übersterblichkeit:

Trendbereinigte, saisonbereinigte und Covid-19-bereinigte Übersterblichkeit 2020-2022

Hier dieselbe Vorgehensweise bei den Jahren 2020 bis 2022.  Es fällt sofort auf, dass die Spitzen der Übersterblichkeit ab Herbst 2020 im Vergleich der Vorjahre um etwa 8 Wochen vorher auftreten. Daher wird die um 8 Wochen verschobene saisonale Sterblichkeitskurve als Referenz verwendet. An der Jahressumme ändert sich dadurch nichts:

Es fällt auf, dass ab 2021 die Mortalitätsdaten deutlich über der saisonalen Kurve liegen. 

Die Übersterblichkeit weist gegenüber dem normalen saisonalen Verlauf ab 2021 deutliche Abweichungen nach oben auf.

Da vielfach als Begründung für die Übersterblichkeit die Covid-19 Epidemie angegeben wird, ist es wesentlich, die Covid-19 Mortalitätszahlen in Beziehung zu setzen mit der Übersterblichkeit.  Die grüne Kurve zeigt die vom RKI als „an und mit“ Covid-19 Verstorbenen:

Um mehr Klarheit zu bekommen, müssen wir abschätzen, wieviele tatsächlich an Covid-19 gestorben sind.Eine Untersuchung im Jahr 2020 ergab, dass von den dem RKI gemeldeten an und mit Covid 19 Verstorbenen tatsächlich nur 35% an Corona verstorben sind.

Kriterium war, dass

  • der letzte gültige PCR-Test höchstens 28 Tage vor dem Sterbedatum liegen mußte und
  • bei dem Patienten eine Atemwegserkrankung diagnostiziert wurde.

Bei vielen „an und mit C19″ Verstorbenen ist eine deutlich längere Frist zwischen PCR-Test und Sterbedatum oder es wurden keine Atemwegssymptome gemeldet.
Wir nehmen vorsichtig und konservativ an,  dass 60% der „an und mit C19″ Verstorbenen tatsächlich an C19 gestorben sind:

Bei 60% der vom RKI gemeldeten Covid-19 Mortalitätszahlen als an Covid-19 Verstorbenen angenommenen erkennen wir, dass nur ein Teil der Übersterblichkeit von 2021 und 2022 auf Covid-19 zurückzuführen ist. 

Von besonderem Interesse sind die Jahre 2021 und 2022, weil sich die Frage nach dem Einfluss der am 27.12.2021 begonnenen mRNA Impfungen stellt. Deswegen werden die Zahlen der Übersterblichkeit denen der Gesamtzahl aller Impfdosen gegenübergestellt:

Am Beginn des Jahres befindet sich augenscheinlich der Ausläufer der Infektionssaison, die kurz vor Weihnachten 2020 ihren Höhepunkt hatte. Eine Unterscheidung von der möglichen, durch die in den Altersheimen beginnenden Impfungen anekdotisch berichteten impfbedingten Mortalität ist aufgrund der vorliegenden offiziellen Zahlen nicht möglich.

Ab der 16. Kalenderwoche ist eine Übersterblichkeit von etwa 100 erkennbar, die bis zur 40. Kalenderwoche wieder abklingt. Der Übersterblichkeitsverlauf stimmt auffällig gut mit der ersten großen Impfkampagne überein.

Ab Ende des Jahres 2021 setzen mehrere Mortalitätswellen ein, die übereinstimmen mit den 2022 beobachteten häufigen Krankheitswellen.

Die erste dieser Wellen deckt sich mit der großen Booster-Aktion vor Weihnachten 2021. Im Gegensatz zur ersten Impfkampagne (Erst- und Zweitimpfung) klingen die Krankheits- und Mortalitätswellen nach den Booster-Impfungen nicht mehr ab, sondern kommen auch nach dem Ende der Impfungen immer wieder unvermindert, und nehmen am Jahresende 2022 nochmal deutlich zu.

Es fällt auf:

  • der Anstieg der sichtbaren Übersterblichkeit fällt mit der einsetzenden Massen-Impfkampagne zusammen.
  • Es sieht so aus, als ob es eine langfristige Auswirkung gibt,
  • Übersterblichkeit steigt auch nach dem Rückgang der Impfungen weiter an,
  • Es sieht so aus, als ob es aufgrund der Booster Impfungen zu immer häufigeren Infektionswellen kommt, mit zunehmender Schwächung des Immunsystems

Mit der kumulativen Darstellung der Übersterblichkeit ergibt sich ein eindrückliches Bild.

Man erkennt hier sowohl die unmittelbaren Nebenwirkungen im Jahre 2021 mit einer gesamten Übersterblichkeit von etwa 10000, aber auch die verheerenderen langfristigen Wirkungen, die im Jahre 2022 für eine Übersterblichkeit von etwa 50000 sorgen. 

Hier bekommt der Begriff „Booster“ nochmal eine ganz neue Bedeutung. Es ist unschwer zu erkennen, dass der mittlere Anstieg der kumulativen Übersterblichkeit – also die durchschnittliche tägliche Übersterblichket – von 2021 nach 2022 deutlich zunimmmt, von etwa 30/Tag im Jahre 2021 auf 150/Tag im Jahre 2022.

Dabei sind alle Covid-19 zuzurechnenden Effekte großzügig herausgerechnet.    Was bleibt, ist ein beeindruckender Elefant, der im Raum steht. Wer immer die naheliegende Ursache der mRNA Impfung als Ursache dieser massiven Übersterblichkeit in Frage stellt, muß sehr starke Argumente vorbringen.

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